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Wie entsteht eine Krankheit?

Dr. Hans-Heinrich Reckeweg, Begründer der Homoxikologie

Zur Krankheit kommt es, wenn der Körper die auf ihn treffende Schädigung nicht mehr unbemerkt bewältigen kann, sondern die Regulierung aus dem Gleichgewicht gerät. Dann setzen zunächst verstärkte Abwehrmechanismen an, die meist mit Beschwerden, Symptomen und Krankheitszeichen verbunden sind. Unser Organismus verfügt über eine Stufenleiter von Reaktionsmöglichkeiten, die der Arzt Hans-Heinrich Reckeweg (1905-1985) in den 30er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts genial zu einem System geordnet hat. Dabei steht ein Begriff im Raum, der zunächst erläutert werden muss: Homotoxine und antihomotoxische Medizin. Reckeweg bezeichnet alle Schadeinflüsse als Gift für den Menschen, also Homo-Toxine. Toxine sind im sonstigen Sprachgebrauch immer Stoffe, Substanzen. Der Begriff der Homotoxine umfasst wesentlich mehr: sämtliche Schadeinflüsse. Also auch Strahlen, Verletzungen, Krankheitserreger oder schädliche psychische Einflüsse. Die Lehre davon und wie man sich von diesen Homotoxinen befreien kann ist die antihomotoxische Medizin. Sie basiert auf allgemeinen Maßnahmen der gesunden Lebensführung und der Anwendung von Reckeweg entwickelter homöopathischer Kombinationspräparate. Keine Angst, Sie können sich bei der Behandlung eines Krankheitssymptoms auch ohne dieses Wissen helfen, aber manchmal will man ja mehr. Das Folgende also für die Neugierigen und Wissensdurstigen.

Zunächst reagiert der Körper durch verstärkte Ausscheidung auf eine Schadeinwirkung. Je nachdem, wo die Schädigung einwirkt, wird mit verstärkten Absonderungen bzw. verstärkter Entgiftungsfunktion gegengehalten. Husten und Niesen bei Staubbelastung, Schwitzen, Erbrechen, vermehrtes Wasserlassen sind Beispiele dafür, aber auch Unruhe bei Aufregung. Das alles sind völlig normale und notwendige Reaktionen.

Reicht das nicht aus, reagiert der Körper mit akuten Entzündungen und bewältigt damit einen Großteil der Schadeinflüsse (Reaktionsphase). Schnupfen, Bronchitis, Fieber, eine erhöhte Aktivität der Immunabwehr unter anderem durch die weißen Blutzellen, Entzündungen der Haut mit Eiterung, Sonnenbrand - wir kennen das letztlich in allen Organsystemen unseres Körpers. Diese Entzündungen sind meist verbunden mit einer erhöhten Aktivität der Ausleitungsorgane.

Gelingt aber die Abwehrmaßnahme des Körpers zur Beseitigung der Schadfaktoren nicht oder wird sie durch blockierende Arzneimittel behindert, so kommt es zur Ablagerung (Deposition) der Homotoxine im Körper. Am deutlichsten wird das beim Fett: übermäßige Nahrung wird als Fett in das Bindegewebe der Haut und des Bauches abgelagert. Aber nicht nur in der Haut, auch in vielen anderen Organen wie Herz, Leber oder in den Blutgefäßen. Und dann wird es schon zum Problem, wie alle wissen. Weniger sichtbar sind die verborgenen Ablagerungen der Homotoxine im gesamten Bindegewebe aller Organe, denn über den Bindegewebsraum laufen alle Stoffwechselprozesse und -transporte. Dieser Raum umfasst das Bindegewebe, die Flüssigkeit außerhalb der Körperzellen und die Gesamtheit der aus dem Bindegewebe stammenden Zellen, die an der Abwehr von Schadwirkungen beteiligt sind, zum Beispiel die weißen Blutkörperchen. Die Ablagerung bleibt lange unbemerkt, behindert aber schließlich bei Überlastung die Funktionen des Bindegewebes. Die Abwehr ist blockiert wie die Feuerwehr im Verkehrsstau.

Bei Erschöpfung der Aufnahmefähigkeit und der Abwehr des Bindegewebes kommt es zur Schädigung der Organzellen und zur Funktionsstörung der Organe. Ganz pauschal kann man sagen, dass alle chronischen Entzündungsprozesse in diese Phase einzuordnen sind. Aber auch die erhöhte Anfälligkeit für alle akuten Erkrankungen zeigt die Erschöpfung des Abwehrapparates, die „Versottung“ des Bindegewebes an.

Wenn die Zellschädigungen nicht beherrscht und in frühere Reaktionsstufen zurückgeführt werden können, kommt es zur Zellzerstörung, zur Degeneration. Als schwerste Zellveränderung kann die bösartige Entartung der Zelle, und damit eine Krebserkrankung eintreten. Ganz offensichtlich ist das bei den Krebserkrankungen infolge des Rauchens, bei der Asbestlunge oder dem Hautkrebs durch häufigen Sonnenbrand.


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